An der Award Night im September 2026 kuerte eine Jury aus hundert Fachleuten zum sechzehnten Mal die vielversprechendsten Schweizer Jungfirmen. Zuoberst auf dem Podest stehen Corintis, DeepJudge und PAVE Space. Die Rangliste zeigt einmal mehr die Staerke der Schweiz im Bereich Deeptech.
Die Schweizer Startup-Szene hat wieder ihre Besten gefeiert. An der jaehrlichen Award Night im September 2026 wurden die hundert vielversprechendsten Jungunternehmen des Landes ausgezeichnet, und an der Spitze der Rangliste stehen Namen, die exemplarisch fuer die Innovationskraft des Landes sind. Die Veranstaltung gilt in der Branche als eine Art Gradmesser dafuer, welche jungen Firmen das groesste Potenzial haben, in den kommenden Jahren zu Weltmarktfuehrern zu werden.
Die Oscars der Startup-Szene
Der Top100 Swiss Startup Award wird in diesem Jahr bereits zum sechzehnten Mal vergeben und hat sich als wichtigster Anlass seiner Art in der Schweiz etabliert. Organisiert wird die Auszeichnung von Venturelab, unterstuetzt von einem grossen Finanzinstitut als Hauptpartner. Fuer viele Gruenderinnen und Gruender ist eine Platzierung in dieser Rangliste ein bedeutendes Guetesiegel, das die Aufmerksamkeit von Investoren, Talenten und moeglichen Kunden auf sich zieht.
Corintis verteidigt Gold

Zuoberst auf dem Podest steht in diesem Jahr erneut das Unternehmen Corintis aus Lausanne, das seinen ersten Platz erfolgreich verteidigen konnte. Die Firma ist im Bereich Engineering taetig und beschaeftigt sich mit einem der draengendsten Probleme der modernen Computertechnik. Dass ausgerechnet ein Unternehmen aus der Westschweiz die Rangliste anfuehrt, unterstreicht, wie breit die Innovationskraft ueber das ganze Land verteilt ist und nicht auf einzelne Zentren beschraenkt bleibt.
Kuehlung fuer die Chips
Corintis entwickelt neuartige Kuehltechnologien fuer Computerchips, die im Zeitalter der kuenstlichen Intelligenz immer heisser laufen. Dabei werden mikroskopisch kleine Kanaele fuer Fluessigkeit direkt in oder neben die Halbleiter eingebettet, um die entstehende Waerme besonders effizient abzufuehren. Laut Berichten arbeitet das Unternehmen unter anderem mit einem grossen Technologiekonzern zusammen und erreichte dabei eine deutliche Verbesserung der Kuehlleistung, was die wachsende Bedeutung dieser Technologie zeigt.
DeepJudge auf Platz zwei
Die Silbermedaille ging an DeepJudge aus Zuerich, ein Unternehmen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Firma hat eine Plattform entwickelt, die mithilfe von kuenstlicher Intelligenz juristische Recherchen erleichtert. Durch die Analyse grosser Mengen an Dokumenten koennen Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen relevante Informationen deutlich schneller finden. Damit adressiert DeepJudge einen Markt, in dem Zeitersparnis und Praezision einen enormen wirtschaftlichen Wert haben.
PAVE Space komplettiert das Podest
Den dritten Platz belegt PAVE Space aus Villeneuve im Kanton Waadt, das ebenfalls dem Bereich Engineering zugerechnet wird. Auch hier zeigt sich, dass die Schweiz nicht nur in klassischen Feldern stark ist, sondern zunehmend auch in anspruchsvollen Zukunftstechnologien mitspielt. Die Praesenz eines Unternehmens mit Bezug zur Raumfahrt auf dem Podest verdeutlicht, wie breit das Spektrum der ausgezeichneten Firmen in diesem Jahr gestreut ist.
Wie die Rangliste entsteht
Hinter der Auszeichnung steht ein aufwendiges Auswahlverfahren. Eine Jury aus rund hundert fuehrenden Investoren und Startup-Fachleuten bewertet die Kandidaten, wobei jedes Jurymitglied zehn Jungfirmen nominiert, die juenger als fuenf Jahre sind und das groesste kommerzielle Potenzial aufweisen. Aus diesen Nominierungen entsteht ueber ein Punktesystem die endgueltige Rangliste. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass die Bewertung breit abgestuetzt ist und nicht von einzelnen Meinungen dominiert wird.
Ein Jahrzehnt und mehr
Dass der Award bereits zum sechzehnten Mal verliehen wird, erlaubt einen Blick auf die langfristige Entwicklung der Schweizer Startup-Landschaft. Ueber die Jahre hat sich gezeigt, dass viele der ausgezeichneten Firmen tatsaechlich den Sprung zu etablierten Unternehmen geschafft haben. Die Rangliste ist damit nicht nur eine Momentaufnahme, sondern auch ein wertvoller Indikator dafuer, in welche Richtung sich die Innovationskraft des Landes ueber laengere Zeitraeume bewegt.
Beeindruckende Gesamtbilanz
Die kumulierte Bilanz der bisher ausgezeichneten Firmen ist bemerkenswert. Die insgesamt 677 bisher geehrten Startups haben zusammen mehr als 27000 Arbeitsplaetze geschaffen und rund 19 Milliarden Franken an Kapital eingesammelt. Hinzu kommen 111 Uebernahmen, elf Boersengaenge und elf sogenannte Einhoerner, also Firmen mit einer Bewertung von ueber einer Milliarde. Diese Zahlen verdeutlichen, welchen wirtschaftlichen Beitrag junge Technologiefirmen fuer das Land leisten.
Deeptech als Staerke
Ein roter Faden der diesjaehrigen Rangliste ist die Dominanz sogenannter Deeptech-Firmen, die auf tiefgreifender wissenschaftlicher Forschung basieren. Vertreten sind Bereiche wie kuenstliche Intelligenz, Robotik, Biotechnologie, Klimatechnologie, Ingenieurwesen und Raumfahrt. Diese Ausrichtung passt gut zur Schweiz, deren Hochschulen und Forschungsinstitute regelmaessig neue Erkenntnisse hervorbringen, aus denen dann marktreife Unternehmen entstehen koennen. Gerade in diesem anspruchsvollen Feld gilt das Land international als besonders stark.
Was den Standort auszeichnet
Die Staerke der Schweiz im Startup-Bereich hat mehrere Gruende, die eng miteinander verknuepft sind. Dazu gehoeren exzellente Hochschulen, eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft sowie ein zunehmend aktives Umfeld von Investoren. Auch die politische Stabilitaet und die hohe Lebensqualitaet helfen dabei, Talente aus aller Welt anzuziehen. Zusammen bilden diese Faktoren ein Oekosystem, in dem aus wissenschaftlichen Ideen erfolgreiche Firmen wachsen koennen.
Ausblick
Die Award Night 2026 zeigt einmal mehr, dass die Schweiz weit mehr ist als ein Finanzplatz und ein Tourismusland. Mit Firmen wie Corintis, DeepJudge und PAVE Space positioniert sich das Land als ernstzunehmender Akteur in den Technologien von morgen. Ob aus den heutigen Preistraegern die naechsten globalen Champions werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Die Grundlagen dafuer aber, so scheint es, sind im Land solide gelegt.
Ausgewogene Sicht auf Startups.

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