Eine neue nationale Initiative will zehn vielversprechende Schweizer Jungfirmen mit Hilfe erfahrener Unicorn-Gründer zu globalen Marktführern machen. Von Robotik bis Cleantech ist alles dabei.
Die Schweiz ist bekannt für ihre Innovationskraft, doch beim Schritt vom vielversprechenden Start-up zum globalen Konzern hapert es oft. Genau hier will eine neue nationale Initiative ansetzen und dafür sorgen, dass mehr Schweizer Jungfirmen den Sprung an die Weltspitze schaffen.
Die Initiative trägt den Namen Project Switzerland. In ihrem Rahmen wurden zehn besonders vielversprechende Scale-ups ausgewählt, die mit gezielter Unterstützung zu künftigen Weltmarktführern heranwachsen sollen. Das Programm bündelt dafür Erfahrung, Netzwerke und Kapital an einem Ort.
Die Wachstumslücke schliessen
Das erklärte Ziel ist es, die sogenannte Wachstumslücke zu schliessen. Kritiker bemängeln seit Langem, dass die Schweiz zwar viel erfinde, aber zu wenig skaliere. Vielversprechende Ideen entstehen zuhauf, doch daraus grosse, global tätige Unternehmen zu formen, gelingt bislang zu selten.
Zehn vielversprechende Jungfirmen

Die ausgewählten Firmen decken ein breites Spektrum an Zukunftstechnologien ab. Dazu gehört etwa Corintis, das mikrofluidische Kühlsysteme für Computerchips entwickelt, der Robotikspezialist Kemaro mit seinen autonomen Kehrrobotern sowie Neustark, das Kohlendioxid dauerhaft in Recyclingbeton bindet.
Auch weitere Branchen sind vertreten. So finden sich das Cybersecurity-Unternehmen Futurae, die Solartechnik-Firmen Insolight und Voltiris, der Healthtech-Anbieter Qumea sowie die Firmen Ledgy, Pexapark und Largo auf der Liste. Gemeinsam ist ihnen ein hoher Anspruch an Technologie und Wachstum.
Mentoren mit Erfahrung
Ein Kernstück des Programms ist das Mentoring. Über zwanzig erfahrene Unicorn-Gründer stehen den jungen Firmen zur Seite. Darunter sind bekannte Namen wie Samuel Müller von Scandit, Vincent Bieri von Nexthink sowie Tobias Rein, Mitgründer der Reiseplattform GetYourGuide.
Starke Partner
Getragen wird die Initiative von einem breiten Bündnis. Beteiligt sind unter anderem die Deep Tech Nation Switzerland Foundation, der HSG Start Accelerator und die Swiss Startup Association. Auch die renommierten Hochschulen ETH und EPFL gehören zu den Partnern des Programms.
Beeindruckende Zahlen
Schon heute können die zehn Firmen beeindruckende Zahlen vorweisen. Zusammen haben sie eine Finanzierung von rund 270,2 Millionen Franken eingesammelt und im Jahr 2025 einen kumulierten Umsatz von 56,6 Millionen Franken erzielt. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 133 Prozent.
Auch als Arbeitgeber spielen die Unternehmen bereits eine Rolle. Gemeinsam beschäftigen sie rund 550 Mitarbeitende. Diese Kennzahlen zeigen, dass es sich nicht um blosse Ideen handelt, sondern um Firmen, die sich bereits am Markt bewähren und weiter wachsen wollen.
Warum das wichtig ist
Für die Schweiz steht bei diesem Vorhaben einiges auf dem Spiel. Gelingt es, aus Erfindern tatsächlich Weltmarktführer zu machen, sichert das hochwertige Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und technologisches Know-how im Land. Zudem stärkt es den Ruf der Schweiz als führenden Innovationsstandort.
Ein Blick nach vorne
Ob das ehrgeizige Ziel erreicht wird, muss sich in den kommenden Jahren zeigen. Der Weg zur globalen Marktführerschaft ist steinig, und internationale Konkurrenz gibt es reichlich. Doch mit erfahrenen Mentoren, starken Partnern und ausgewählten Talenten sind die Voraussetzungen vielversprechend.
Insgesamt setzt Project Switzerland ein deutliches Zeichen. Statt vielversprechende Firmen ziehen zu lassen, will das Land sie gezielt beim Wachstum begleiten. Sollte die Rechnung aufgehen, könnten in einigen Jahren gleich mehrere neue Schweizer Weltkonzerne aus diesem Programm hervorgehen.
Schöner tiefer Blick auf Project Switzerland.

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