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Opel macht den Corsa zum Elektroauto: 2028 kommt der Stromer für rund 25.000 Euro BUSINESS · DE

Opel macht den Corsa zum Elektroauto: 2028 kommt der Stromer für rund 25.000 Euro

Stefan Müller Stefan Müller stefanmuller.avalw.com · 1.1k reads Respect0 Save Share Read only
READS795live count PUBLISHED2 Sept2026 READING TIME3 min616 words LANGUAGEGerman
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Opel schickt den Corsa ab 2028 ausschließlich als Elektroauto ins Rennen, zum Preis von rund 25.000 Euro. Wir ordnen die Ankündigung, den Zickzackkurs bei der Strategie und die Lage des Herstellers ein.

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Während viele Hersteller noch zögern, legt sich Opel überraschend deutlich fest. Der traditionsreiche Autobauer aus Rüsselsheim setzt bei einem seiner wichtigsten Modelle voll auf den Strom und schickt den beliebten Kleinwagen Corsa künftig ausschließlich mit Elektroantrieb ins Rennen.

In diesem Artikel schauen wir uns diese Entscheidung in Ruhe an und ordnen sie ein. Wir betrachten den geplanten Elektro-Corsa und seinen Preis, den auffälligen Zickzackkurs bei der Elektrostrategie, die Lage des Unternehmens sowie das, was das Ganze für die Käufer am Ende bedeutet.

Der nächste Corsa fährt nur noch elektrisch

Kleine Elektroautos gehören in vielen deutschen Städten längst zum Alltag an der Ladesäule.
Kleine Elektroautos gehören in vielen deutschen Städten längst zum Alltag an der Ladesäule.

Die zentrale Nachricht ist so klar wie ungewöhnlich für die aktuell verunsicherte Branche. Laut Opel-Chef Florian Huettl, der sich gegenüber der Welt am Sonntag äußerte, wird der neue Corsa im Jahr 2028 kommen, rein elektrisch sein und um die 25.000 Euro kosten.

Damit würde einer der bekanntesten Kleinwagen Deutschlands zu einem der günstigeren Elektroautos auf dem Markt. Berichten zufolge basiert das neue Modell auf der STLA-Small-Plattform des Mutterkonzerns Stellantis und tritt damit unter anderem gegen den VW ID. Polo an, der bei rund 24.995 Euro startet.

Ein Zickzackkurs bei der Elektrostrategie

Interessant ist diese Ankündigung vor allem, weil ihr ein längeres Hin und Her vorausging. Berichten zufolge hatte Huettl bereits im September 2023 versprochen, dass Opel ab 2028 in Europa nur noch batterieelektrische Autos anbieten und die gesamte Flotte elektrifizieren werde.

Doch dieser Kurs blieb nicht lange unangetastet, sondern wurde zwischenzeitlich wieder gelockert. Berichten zufolge ruderte das Unternehmen im August 2025 zurück und betonte, man wolle sich beim Antrieb je nach Nachfrage eine gewisse Flexibilität bewahren, ehe nun beim Corsa erneut die reine Elektrovariante verkündet wurde.

Ein Chef mit Rückendeckung

Hinter dieser Strategie steht ein Mann, dem der Aufsichtsrat offenbar weiter vertraut. Berichten zufolge wurde der Vertrag des 48-jährigen Opel-Chefs Florian Huettl um drei weitere Jahre verlängert, sodass er das Unternehmen bis mindestens 2028 führen und seine Pläne selbst umsetzen kann.

Opel meldet die Wende

Die mutige Modellpolitik fällt in eine Phase, in der sich das Unternehmen nach eigener Darstellung erholt. In dem Interview beschrieb Huettl Opel als eine Marke, die wieder auf dem Weg nach oben sei, und nannte für das Jahr 2025 rund 600.000 verkaufte Fahrzeuge sowie einen angepeilten Marktanteil von über fünf Prozent.

Auch beim Thema Elektromobilität legt der Hersteller nach eigenen Angaben zu. Berichten zufolge lag der Anteil der Elektroautos zuletzt bei rund 14 Prozent im Jahresschnitt und erreichte im Dezember 2025 sogar einen Wert von 19 Prozent, was den Trend hin zum Strom im eigenen Angebot deutlich verdeutlicht.

Frontera, Grandland und der Corsa

Getragen wird diese Entwicklung von einer erneuerten Modellpalette, auf die Huettl sichtlich stolz ist. Laut dem Opel-Chef hat sich der Frontera als echter Verkaufsschlager erwiesen, der in Rüsselsheim entworfene und in Eisenach gebaute Grandland zielt auf die Mittelklasse, während der Corsa der beliebteste Kleinwagen in Deutschland und Großbritannien bleibt.

Besonders die elektrisch angetriebenen Varianten spielen dabei eine wachsende Rolle im Verkauf. Berichten zufolge machen die Elektromodelle von Frontera und Grandland inzwischen mehr als 30 Prozent des deutschen Absatzes aus, was zeigt, dass die Kundschaft die Stromer durchaus zunehmend annimmt.

Kritik an den Vorgaben aus Brüssel

Trotz aller Zuversicht spart der Opel-Chef aber nicht mit Kritik an den politischen Rahmenbedingungen. Laut Huettl sind die Kosten für einen Corsa seit 2019 spürbar gestiegen, was er unter anderem auf die zahlreichen vorgeschriebenen Sicherheitssysteme und den damit verbundenen regulatorischen Aufwand zurückführt.

Was das für Käufer bedeutet

Für die Kundschaft in Deutschland ist die Ankündigung dennoch eine grundsätzlich gute Nachricht. Ein rein elektrischer Kleinwagen zu einem Preis von rund 25.000 Euro könnte den Umstieg auf das Elektroauto für viele leichter machen, zumal die staatliche Förderung Berichten zufolge noch bis Ende 2029 zur Verfügung steht.

Ein Signal für den Kleinwagen

Am Ende ist der elektrische Corsa mehr als nur ein einzelnes neues Modell. Er ist ein deutliches Signal dafür, dass bezahlbare Kleinwagen auch in einer elektrischen Zukunft ihren Platz haben sollen, und ein Bekenntnis von Opel zu einem Fahrzeugsegment, das zuletzt von manchen schon totgesagt wurde.

1 responses
Fabian Bauer1 month ago

Wirklich nützlicher Beitrag über Elektroauto.

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Stefan Müller 2026-09-02 · 3 min read · 795 reads
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