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Audi in der Formel 1: das Debüt der vier Ringe in der Saison 2026

Stefan Müller Stefan Müller stefanmuller.avalw.com · 578 reads Respect0 Save Share Read only
READS486live count PUBLISHED8 Sept2026 READING TIME3 min545 words LANGUAGEGerman
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Mit der Übernahme von Sauber steigt Audi 2026 als Werksteam in die Formel 1 ein. Ein Überblick über Standorte, Fahrer, Führung und den neuen Motor nach dem Reglement 2026.

Für die deutsche Autoindustrie ist es eines der grössten Motorsportprojekte seit Jahren: Mit der Saison 2026 steigt Audi offiziell als Werksteam in die Formel 1 ein. Damit wagt sich einer der bekanntesten Premiumhersteller des Landes an die Königsklasse des Rennsports.

Der Einstieg ist mehr als ein sportliches Abenteuer. Audi sieht die Formel 1 als globale Bühne für Technologie, Marke und Ingenieurskunst, gerade in einer Zeit, in der die Branche unter Druck steht und nach neuen Wegen sucht, sich international sichtbar zu positionieren.

Vom Sauber-Team zum Werksteam

Den Weg in die Formel 1 geht Audi über die Übernahme des Traditionsrennstalls Sauber. Nachdem der Konzern die Beteiligung bereits im März 2024 angekündigt hatte, wurde die vollständige Übernahme der Sauber Holding im Januar 2025 abgeschlossen, für einen Betrag von rund 600 Millionen Euro.

Auch das Umfeld wurde neu geordnet. Der Finanzdienstleister Revolut stieg als Titelpartner ein, sodass der Rennstall als Revolut Audi F1 Team antritt, während ein Staatsfonds aus Katar eine Minderheitsbeteiligung übernahm. Das Design wurde im November 2025 in München enthüllt.

Standorte in der Schweiz, Deutschland und England

Das Projekt verteilt sich auf mehrere Länder. Das Chassis entsteht weiterhin am angestammten Sauber-Sitz im schweizerischen Hinwil, während die Antriebseinheit im bayerischen Neuburg an der Donau entwickelt wird, wo Audi eigens eine moderne Motorenfabrik aufgebaut hat.

Ergänzt wird die Struktur durch ein neues Technologiezentrum im englischen Bicester, das im Juli 2025 eröffnet wurde. Diese Aufteilung soll die Stärken aus verschiedenen Motorsportregionen bündeln und dem jungen Werksteam einen möglichst breiten Zugang zu Know-how sichern.

Die Fahrer Huelkenberg und Bortoleto

Im Cockpit setzt Audi auf eine Mischung aus Erfahrung und Jugend. Als Speerspitze fungiert der Deutsche Nico Hülkenberg, der mit weit über 200 Grand-Prix-Starts zu den erfahrensten Piloten im Feld zählt und dem Team seine Routine mitbringen soll.

An seiner Seite fährt der junge Brasilianer Gabriel Bortoleto, der als grosses Talent gilt. Beide Fahrer sind mit längerfristigen Verträgen ausgestattet, womit Audi eine gewisse Kontinuität in einer entscheidenden Aufbauphase des Projekts sicherstellen möchte.

Erfahrene Fuehrung an der Spitze

An der operativen und technischen Spitze steht mit Mattia Binotto ein früherer Teamchef von Ferrari, der das Projekt als leitender Kopf verantwortet. Ihm zur Seite steht als Teamchef Jonathan Wheatley, der zuvor lange als sportlicher Leiter bei Red Bull tätig war.

Der neue Motor und das Reglement 2026

Moderne Fahrzeugtechnik im Detail. Mit seinem Formel-1-Projekt will Audi seine Ingenieurskunst auf höchstem Niveau des Motorsports unter Beweis stellen.
Moderne Fahrzeugtechnik im Detail. Mit seinem Formel-1-Projekt will Audi seine Ingenieurskunst auf höchstem Niveau des Motorsports unter Beweis stellen.

Der Einstieg fällt bewusst mit dem neuen technischen Reglement zusammen. Ab 2026 setzen die Antriebseinheiten auf ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb und schreiben zugleich einen zu hundert Prozent nachhaltigen Kraftstoff vor.

Für Audi ist das eine Chance, weil alle Hersteller mit einem weitgehend neuen Motorenkonzept starten. An seiner Antriebseinheit arbeitet der Konzern bereits seit 2022, und der Motor soll sich Berichten zufolge schon in simulierten Renntests befinden.

Der Weg zum Renndebuet

Nach der Enthüllung des Designs im November und dem offiziellen Start des Teams zu Beginn des Jahres 2026 folgen die Wintertests, ehe die Saison mit dem ersten Rennen beginnt. Erst dort wird sich zeigen, wie konkurrenzfähig das neue Werksteam tatsächlich ist.

Ambitionen und Herausforderungen

Die Erwartungen sind gross, doch Audi dämpft sie zugleich. Der Konzern hat mehrfach betont, dass der Aufbau Zeit brauche und man realistischerweise erst gegen Ende des Jahrzehnts um Siege und Titel kämpfen wolle. Das erste Jahr dient vor allem dem Lernen und dem Sammeln von Daten.

Damit steht Audis Formel-1-Abenteuer sinnbildlich für die Lage vieler deutscher Hersteller: hohe Ambitionen, grosse Investitionen und die Herausforderung, sich in einem hart umkämpften internationalen Umfeld neu zu behaupten. Die Saison 2026 wird zeigen, ob der Einstieg gelingt.

3 responses
Emma Fischer1 week ago

Solide Einschätzung zu Sauber.

4
Tim Meyer4 days ago

Verfolge Sauber und das hilft.

2
Leon Klein5 days ago

Guter Punkt.

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Stefan Müller 2026-09-08 · 3 min read · 486 reads
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