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Wendelstein 7-X: Deutschlands Fusionsforschung stellt neue Rekorde auf CLIMATE · DE

Wendelstein 7-X: Deutschlands Fusionsforschung stellt neue Rekorde auf

Fabian Wolf Fabian Wolf fabianwolf.avalw.com · 321 reads Respect0 Save Share Read only
READS29live count PUBLISHED25 Sept2026 READING TIME4 min714 words LANGUAGEGerman
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In Greifswald steht mit dem Wendelstein 7-X der größte Stellarator der Welt. Ein Blick auf die deutsche Fusionsforschung, ihre Technik und ihre jüngsten Rekorde.

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In der Nähe der ostdeutschen Stadt Greifswald steht eine der faszinierendsten Forschungsanlagen der Welt. Der Wendelstein 7-X ist ein sogenannter Stellarator, mit dem Wissenschaftler die Kernfusion erforschen, jene Energiequelle, die auch die Sonne antreibt. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick darauf, was ein Stellarator ist, wie die Anlage funktioniert, welche Rekorde sie zuletzt aufgestellt hat und warum diese Forschung als so bedeutsam gilt.

Was ist ein Stellarator

Ein Blitz ist ein natürliches Beispiel für Plasma, jenen Materiezustand, mit dem die Fusionsforschung arbeitet (Illustration)
Ein Blitz ist ein natürliches Beispiel für Plasma, jenen Materiezustand, mit dem die Fusionsforschung arbeitet (Illustration)

Um die Fusion zu erforschen, braucht es eine besondere Technik. Laut Fachquellen ist ein Stellarator eine Anlage, in der ein extrem heißes Gas, das Plasma, mithilfe starker Magnetfelder eingeschlossen wird, damit es nicht mit den Wänden in Berührung kommt. In diesem Zustand können die Bedingungen untersucht werden, die für eine Kernfusion nötig sind. Der Wendelstein 7-X ist ein besonders ausgefeiltes Beispiel für diese Bauart.

Eine Anlage in Greifswald

Der Standort der Anlage ist eng mit der deutschen Forschung verbunden. Laut enzyklopädischen Quellen wurde der Wendelstein 7-X in Greifswald vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik errichtet und im Oktober 2015 fertiggestellt. Die Anlage arbeitet zudem mit der Universität Greifswald zusammen. Damit ist die Region zu einem wichtigen Zentrum der internationalen Fusionsforschung geworden, das Wissenschaftler aus vielen Ländern anzieht.

Das Ziel der Forschung

Der Wendelstein 7-X ist kein Kraftwerk im herkömmlichen Sinne. Laut enzyklopädischen Quellen besteht sein Zweck darin, die Stellarator-Technik für mögliche zukünftige Fusionskraftwerke weiterzuentwickeln. Die Anlage selbst erzeugt keinen Strom, sondern dient der Forschung. Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie sich dieses Prinzip eines Tages nutzen lässt, um auf sichere und saubere Weise Energie zu gewinnen.

Das erste Plasma

Ein entscheidender Moment war die erste Erzeugung eines Plasmas. Laut enzyklopädischen Quellen erzeugte die Anlage am 10. Dezember 2015 zum ersten Mal ein Plasma aus Helium mit einer Temperatur von rund einer Million Grad, das für etwa ein Zehntel einer Sekunde bestand. Wenige Monate später, am 3. Februar 2016, folgte das erste Wasserstoffplasma, ein weiterer wichtiger Schritt in der Erprobung der Anlage.

Magnete in ungewöhnlicher Form

Das Herzstück des Stellarators sind seine speziellen Magnete. Laut enzyklopädischen Quellen nutzt der Wendelstein 7-X 50 nicht ebene und 20 ebene supraleitende Magnetspulen mit einer Höhe von etwa 3,5 Metern. Diese Spulen erzeugen ein komplexes Magnetfeld, das verhindert, dass das heiße Plasma die Wände der Anlage berührt. Ihre verdrehte, ungewöhnliche Form ist charakteristisch für diese Bauweise.

Beeindruckende Dimensionen

Auch die Größe der Anlage ist bemerkenswert. Laut enzyklopädischen Quellen besitzt der Wendelstein 7-X einen großen Radius von etwa 5,5 Metern und ein Plasmavolumen von rund 30 Kubikmetern. Damit gilt er als der größte Stellarator der Welt. Diese Dimensionen ermöglichen es, das Verhalten des Plasmas über längere Zeiträume und unter anspruchsvollen Bedingungen genau zu untersuchen und wertvolle Daten zu gewinnen.

Ein Rekord im Jahr 2023

In den vergangenen Jahren hat die Anlage mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Laut Fachquellen gelang es im Februar 2023, ein Plasma über mehr als acht Minuten aufrechtzuerhalten, mit einem Energieumsatz von 1,3 Gigajoule. Dies stellte einen Weltrekord für Stellaratoren dar. Solche langen Entladungen sind besonders wichtig, weil ein künftiges Kraftwerk das Plasma dauerhaft stabil halten müsste, um nutzbare Energie zu liefern.

Neue Bestwerte im Jahr 2025

Die Forschung machte weitere große Fortschritte. Laut Fachquellen erreichte der Wendelstein 7-X am 22. Mai 2025 neue Bestwerte, unter anderem bei einem zentralen Kennwert der Fusionsphysik, dem sogenannten Tripelprodukt, über eine Plasmadauer von 43 Sekunden. Zudem wurde der Energieumsatz auf 1,8 Gigajoule über einen Zeitraum von sechs Minuten gesteigert. Damit rückten die Werte in den Bereich der besten vergleichbaren Experimente weltweit.

Warum Kernfusion so wichtig ist

Die Kernfusion gilt als eine der großen Hoffnungen der Energieforschung. Anders als bei der herkömmlichen Kernspaltung entsteht bei der Fusion die Energie durch das Verschmelzen leichter Atomkerne, ähnlich wie im Inneren der Sonne. Fachleute sehen darin das Potenzial für eine Energiequelle, die eines Tages große Mengen Energie liefern könnte. Bis dahin sind allerdings noch viele wissenschaftliche und technische Hürden zu überwinden.

Ein Blick nach vorn

Die Arbeit am Wendelstein 7-X ist noch lange nicht abgeschlossen. Laut Fachquellen befindet sich die Anlage derzeit in einer längeren Wartungsphase, bevor der Betrieb voraussichtlich im September 2026 wieder aufgenommen wird. Nach rund einem Jahrzehnt Forschung bleibt der Stellarator ein zentrales Werkzeug, um die vielen offenen Fragen rund um die Kernfusion Schritt für Schritt zu beantworten.

Fazit

Zusammenfassend ist der Wendelstein 7-X ein beeindruckendes Beispiel für Spitzenforschung in Deutschland. Mit seiner ausgeklügelten Technik und seinen jüngsten Rekorden trägt er dazu bei, das Verständnis der Kernfusion voranzutreiben. Auch wenn der Weg zu einem echten Fusionskraftwerk noch weit ist, zeigt die Anlage, wie geduldige und langfristige Forschung neue Türen für die Energie der Zukunft öffnen kann.

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Fabian Wolf 2026-09-25 · 4 min read · 29 reads
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