Zins- und Inflationssorgen sowie steigende Ölpreise haben den Dax zum Start in den September belastet. Der deutsche Leitindex schloss mit Verlusten, während die Anleger gespannt auf die Notenbanken blicken.
Die Frankfurter Börse ist mit deutlichen Verlusten in den neuen Handelsmonat gestartet. Schon zum Beginn des Septembers geriet der deutsche Aktienmarkt unter Druck, nachdem in den Vorwochen noch neue Rekordstände erreicht worden waren.
Eine Mischung aus Zins- und Inflationssorgen sowie steigenden Ölpreisen sorgte für Zurückhaltung bei den Anlegern. Viele Marktteilnehmer nahmen Gewinne mit und warteten zugleich auf die anstehenden Entscheidungen der großen Notenbanken.
Der Dax unter Druck
Der Dax verlor am Dienstag rund 1,1 Prozent und schloss bei 25.970,11 Punkten. Damit rutschte der deutsche Leitindex wieder unter die Marke von 26.000 Punkten, die in den Tagen zuvor noch überschritten worden war.
Der Rekord vom Freitag bei 26.618 Punkten rückte damit ein Stück weiter in die Ferne. Der September gilt an den Börsen ohnehin als historisch schwacher Monat, in dem Kursrückschläge häufiger vorkommen als in anderen Phasen des Jahres.
Was die Kurse belastet
Als wichtigste Belastungsfaktoren nannten Beobachter die steigenden Ölpreise und die damit verbundenen Inflationssorgen. Ein höherer Ölpreis verteuert viele Produkte und Dienstleistungen und kann so den Druck auf die Preise insgesamt verstärken.
Hinzu kamen geopolitische Spannungen, unter anderem im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran. Diese Gemengelage aus offenen Fragen sorgte dafür, dass sich viele Investoren vorsichtiger positionierten und Risiken zunächst reduzierten.
Die Notenbanken im Fokus

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen derzeit die Notenbanken. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank in der kommenden Woche gilt an den Märkten seit geraumer Zeit als so gut wie sicher und ist in den Kursen bereits weitgehend eingepreist.
Zusätzlich gehen die Anleger inzwischen auch von einem Zinsschritt in den USA im September aus. Auslöser waren entsprechende Signale des US-Notenbankchefs Kevin Warsh vom Freitag, die die Erwartungen an die Geldpolitik spürbar verschoben haben.
Verluste bei den Nebenwerten
Auch abseits der großen Standardwerte ging es abwärts. Der MDAX, der die mittelgroßen Unternehmen abbildet, verlor mit 1,68 Prozent noch deutlicher und schloss bei 32.173,26 Punkten. Damit fiel die zweite Reihe stärker zurück als der Leitindex.
Besonders unter Druck standen dabei die Rüstungswerte. Die Aktien von Renk, TKMS und Hensoldt zählten zu den größten Verlierern des Tages, nachdem diese Titel zuvor über längere Zeit stark gestiegen waren.
Diese Aktien legten zu
Trotz der insgesamt schwachen Stimmung gab es auch einzelne Gewinner. Die Papiere von Symrise näherten sich nach einer Kaufempfehlung der Bank Jefferies ihrem Jahreshoch, während Merck KGaA nach einer Hochstufung durch die HSBC um rund 1,9 Prozent zulegten.
An der Spitze des Nebenwerte-Index SDax standen die Aktien von GFT Technologies mit einem Plus von 3,8 Prozent, gestützt durch einen positiven Kommentar der Berenberg Bank. Die Titel von Cancom gewannen nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs 2,3 Prozent.
Ausblick
In den kommenden Tagen dürfte sich der Blick der Anleger vor allem auf die Sitzungen der Notenbanken richten. Von deren Entscheidungen und Signalen hängt ab, wie sich die Erwartungen an Zinsen und Inflation weiterentwickeln.
Solange diese Fragen offen bleiben, dürfte die Nervosität an den Märkten anhalten. Der schwache Start in den September zeigt, wie empfindlich die Börsen derzeit auf Ölpreise, Inflation und geldpolitische Signale reagieren.
Viel über Dax gelernt.
Verfolge Dax und das hilft.

Keep following Elias WolfHer next filing reaches you the moment it publishes, on her own subdomain.
Follow