Die Arbeitslosenquote in der Schweiz lag im August 2026 bei 3,0 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen nahm gegenüber dem Vormonat zu, besonders deutlich bei den jungen Erwachsenen.
Der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im August leicht eingetrübt. Nach den neuesten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft nahm die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat zu, blieb aber insgesamt auf einem vergleichsweise moderaten Niveau.
Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent
Die Arbeitslosenquote lag im August 2026 bei 3,0 Prozent. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 2'268 Personen oder 1,6 Prozent und erreichte damit insgesamt 141'544 Personen.
Aussagekräftiger als die reine Momentaufnahme ist oft der saisonbereinigte Wert, der kurzfristige Schwankungen ausgleicht. Saisonbereinigt lag die Arbeitslosenquote im August bei 3,1 Prozent und damit nur geringfügig über dem ausgewiesenen Wert.
Deutlicher Anstieg bei den Jungen

Besonders auffällig war die Entwicklung bei den jungen Erwachsenen. Die Zahl der Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahren stieg auf 14'678 Personen, was einem Plus von 19,4 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht.
Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Anstieg mit 7,3 Prozent geringer aus. Die Jugendarbeitslosenquote belief sich im August auf 3,4 Prozent und lag damit leicht über der Quote für die Gesamtbevölkerung im selben Monat.
Stellensuchende und offene Stellen
Ein umfassenderes Bild liefert die Zahl der Stellensuchenden, die auch Personen in Programmen oder mit Zwischenverdienst umfasst. Insgesamt waren im August 227'248 Stellensuchende registriert, nur gerade 48 Personen mehr als im Vormonat.
Bei den gemeldeten offenen Stellen zeigte sich hingegen ein Rückgang. Ihre Zahl sank gegenüber dem Juli um 1'423 auf 43'733 Stellen, was einem Minus von 3,2 Prozent entspricht. Gegenüber dem August des Vorjahres liegt sie jedoch um 15,5 Prozent höher.
Vergleich mit dem Vorjahr
Über einen längeren Zeitraum betrachtet hat die Arbeitslosigkeit zugenommen. Gegenüber dem August 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 9'439 Personen oder 7,1 Prozent, was auf eine leichte Abkühlung am Arbeitsmarkt hindeutet.
Einordnung der Zahlen
Trotz des Anstiegs bewegt sich die Arbeitslosigkeit weiterhin auf einem insgesamt moderaten Niveau. Eine Quote von rund drei Prozent deutet nach wie vor auf einen stabilen Arbeitsmarkt hin, auch wenn die Dynamik zuletzt etwas nachgelassen hat.
Für die betroffenen Menschen bleibt die Lage dennoch spürbar. Jeder Anstieg der Arbeitslosigkeit bedeutet, dass mehr Personen eine neue Stelle suchen, und die leicht rückläufige Zahl offener Stellen macht diese Suche nicht einfacher.
Ausblick
Die Zahlen für den September werden voraussichtlich Anfang Oktober veröffentlicht. Erst dann wird sich zeigen, ob der Anstieg im August ein einmaliger Ausschlag war oder sich ein anhaltender Trend am Arbeitsmarkt abzeichnet.
Insgesamt zeigt der August ein gemischtes Bild. Einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit steht eine im Jahresvergleich immer noch höhere Zahl offener Stellen gegenüber, was für eine gewisse Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft spricht.
Der Schweizer Arbeitsmarkt bleibt damit robust, aber nicht unverwundbar. Die kommenden Monate dürften zeigen, wie stark sich die konjunkturelle Entwicklung auf die Beschäftigung und die Zahl der offenen Stellen auswirkt.
Arbeitslosigkeit: besser erklärt als anderswo.
Viel über Arbeitslosigkeit gelernt.
Ganz meine Meinung.

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