Das RS-Virus kann für ältere Menschen gefährlich werden. Die STIKO empfiehlt allen ab 75 Jahren eine einmalige RSV-Impfung, für Risikopatienten schon ab 60. Der beste Zeitpunkt ist jetzt, im September und Oktober, bevor die Saison beginnt.
Wenn die Tage kürzer und die Nächte kälter werden, beginnt in Deutschland traditionell die Zeit der Atemwegsinfekte. Neben Grippe und Erkältungen rückt dabei ein Erreger in den Fokus, der lange unterschätzt wurde, das sogenannte RS-Virus.
Für die meisten gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion glimpflich, doch für ältere Menschen kann sie ernste Folgen haben. Genau deshalb raten die Fachleute jetzt im Frühherbst gezielt zu einer noch recht neuen Schutzimpfung.
Was RSV so gefährlich macht
Das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV, verursacht Infektionen der Atemwege, die von einem harmlosen Schnupfen bis hin zu schweren Lungenentzündungen reichen können. Vor allem bei älteren Menschen tragen die Verläufe ein deutlich höheres Risiko.
Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums haben Seniorinnen und Senioren das größte Risiko für einen schweren Verlauf mit Krankenhausaufenthalt, Behandlung auf der Intensivstation oder sogar tödlichem Ausgang. Die Saison reicht meist von Oktober bis März.
Wem die STIKO die Impfung empfiehlt
Die Ständige Impfkommission, kurz STIKO, hat ihre Empfehlung klar gefasst. Seit August 2024 rät sie allen Menschen ab einem Alter von 75 Jahren zu einer einmaligen RSV-Impfung, die als reguläre Standardimpfung dieser Altersgruppe gilt.
Doch auch Jüngere können betroffen sein. Für Personen ab 60 Jahren mit schweren Grunderkrankungen wie chronischen Lungen-, Herz- oder Nierenleiden, Diabetes mit Komplikationen oder für Bewohner von Pflegeeinrichtungen gilt die Impfung als empfohlene Indikationsimpfung.
Der richtige Zeitpunkt

Beim Impfen kommt es nicht nur auf das Ob an, sondern auch auf das Wann. Die Fachleute empfehlen, die RSV-Impfung möglichst im Herbst und dabei am besten schon im September oder Oktober vornehmen zu lassen, also deutlich vor dem Start der Saison.
Der Grund ist einleuchtend, denn der Körper braucht etwas Zeit, um den vollen Schutz aufzubauen. Wer sich früh impfen lässt, ist gewappnet, bevor die Zahl der Infektionen im Spätherbst und Winter ihren Höhepunkt erreicht.
Nur einmal, nicht jährlich
Ein wichtiger Unterschied zur bekannten Grippeimpfung betrifft die Häufigkeit. Die STIKO empfiehlt die RSV-Impfung bislang als einmalige Impfung, die nach heutigem Stand nicht jedes Jahr aufgefrischt werden muss, anders als der jährliche Piks gegen Influenza.
Das macht die Sache für viele ältere Menschen unkompliziert. In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die von der STIKO empfohlenen Impfungen, sodass die Vorsorge für die betroffenen Gruppen keine zusätzliche finanzielle Hürde darstellt.
Welche Impfstoffe zur Verfügung stehen
Für den Schutz stehen mehrere zugelassene Präparate bereit. Neben zwei proteinbasierten Impfstoffen empfiehlt die STIKO inzwischen auch einen auf der mRNA-Technologie beruhenden Impfstoff, sodass Arzt und Patient gemeinsam die passende Wahl treffen können.
Wer zu einer der empfohlenen Gruppen gehört, sollte das Thema am besten aktiv beim nächsten Besuch in der Hausarztpraxis ansprechen. Ein kurzes Gespräch genügt oft, um zu klären, ob und welche RSV-Impfung im individuellen Fall sinnvoll ist.
STIKO: klar und gut erklärt.
Solide Einschätzung zu STIKO.

Keep following Elias SchmidtHer next filing reaches you the moment it publishes, on her own subdomain.
Follow