Am 25. Oktober 2026 werden die Uhren wieder auf Winterzeit zurückgestellt. Was uns eine zusätzliche Stunde Schlaf beschert, bringt bei vielen Menschen den Rhythmus durcheinander. Was hinter dem sogenannten Mini-Jetlag steckt und wie man den Übergang möglichst sanft gestaltet.
Es ist wieder so weit: In wenigen Wochen drehen die Menschen in Deutschland und weiten Teilen Europas erneut an der Uhr. Was für die einen bloß eine lästige Formsache ist, bedeutet für den Körper vieler Menschen eine spürbare Umstellung, die durchaus einige Tage an unliebsamen Begleiterscheinungen mit sich bringen kann.
Eine Stunde geschenkt
Konkret werden die Uhren in der Nacht zum letzten Sonntag im Oktober umgestellt, in diesem Jahr also am 25. Oktober 2026. Um drei Uhr nachts wird die Uhr dann um genau eine Stunde auf zwei Uhr zurückgedreht, womit die Sommerzeit endet und die sogenannte Winterzeit oder Normalzeit beginnt.
Im Herbst ist diese Umstellung grundsätzlich angenehmer als im Frühjahr, denn wir bekommen die berühmte Stunde geschenkt und dürfen einmal etwas länger schlafen. Dennoch gerät bei vielen Menschen der gewohnte Tagesrhythmus dadurch spürbar durcheinander, auch wenn es sich nur um sechzig Minuten handelt.
Der kleine Jetlag
Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang gern vom sogenannten Mini-Jetlag. Ganz ähnlich wie nach einer weiten Flugreise ans andere Ende der Welt gerät die innere Uhr des Körpers durcheinander, weil sich die gewohnten Lichtverhältnisse plötzlich verschieben und der Organismus erst einmal nachjustieren muss.
Wie sehr das viele Menschen betrifft, zeigt eine bekannte Umfrage der Krankenkasse DAK. Demnach klagten rund 29 Prozent der Befragten über gesundheitliche Probleme nach der Zeitumstellung, bei den Frauen waren es sogar 35 Prozent. Zu den typischen Beschwerden zählen Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und Gereiztheit.
Warum der Körper rebelliert

Verantwortlich für diese Reaktionen ist die innere Uhr, der sogenannte zirkadiane Rhythmus, der tief in uns allen verankert ist. Er steuert unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Ausschüttung von Hormonen wie dem Schlafhormon Melatonin sowie viele weitere wichtige Abläufe in unserem gesamten Stoffwechsel.
Der wichtigste Taktgeber für diese innere Uhr ist dabei das Tageslicht. Wenn nun die soziale Zeit auf dem Ziffernblatt plötzlich von der gewohnten inneren Zeit abweicht, bedeutet das für den Organismus zunächst einmal Stress, den er über einige Tage hinweg mühsam wieder ausgleichen muss.
Wer besonders betroffen ist
Besonders empfindlich reagieren nach Einschätzung von Fachleuten häufig kleine Kinder, ältere Menschen sowie die ausgesprochenen Spättypen, im Volksmund gern als Eulen bezeichnet. Bei den meisten Menschen pendelt sich der Rhythmus jedoch schon nach wenigen Tagen ganz von allein wieder auf den Normalzustand ein.
Tipps für einen sanften Übergang
Damit die Umstellung möglichst reibungslos gelingt, raten Fachleute dazu, den eigenen Rhythmus schon einige Tage vorher schrittweise anzupassen. Viel Tageslicht und ausgedehnte Spaziergänge, ausreichend Bewegung sowie leichte Mahlzeiten am Abend helfen dem Körper zusätzlich dabei, sich schneller an die neue Zeit zu gewöhnen.
Ebenso hilfreich ist es, am Nachmittag und Abend auf zu viel Koffein zu verzichten und auf ausgedehnte Nickerchen möglichst zu verzichten, um den Nachtschlaf nicht zusätzlich zu stören. Wer feste Schlafenszeiten beibehält und abends bewusst zur Ruhe kommt, unterstützt seine innere Uhr auf ganz natürliche Weise bei der Umstellung.
Das Ende der Zeitumstellung?
Viele Menschen fragen sich seit Jahren, warum wir das alles überhaupt noch mitmachen müssen. Tatsächlich hatte die EU-Kommission bereits im Jahr 2018 vorgeschlagen, den ständigen Wechsel abzuschaffen, doch bis heute konnten sich die Mitgliedstaaten nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. So bleibt es vorerst beim alten System.
Eine neue Studie zur besseren Entscheidungsfindung soll nun voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Bis eine endgültige Lösung gefunden ist, heißt es also weiterhin zweimal im Jahr umstellen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich der kleine Jetlag aber für die allermeisten Menschen gut abfedern.
Ausgewogene Sicht auf Winterzeit.
Viel über Winterzeit gelernt.

Keep following Elias SchmidtHer next filing reaches you the moment it publishes, on her own subdomain.
Follow