Die Universität Bern und die ETH Zürich leiten den neuen nationalen Forschungsschwerpunkt CLIM+. Er untersucht Hitze, Dürre und andere Wetterextreme und wird vom Bund mit 16,88 Millionen Franken unterstützt.
Die Schweiz stellt sich verstärkt auf ein Klima mit häufigeren Extremen ein. Mit einem neuen nationalen Forschungsschwerpunkt bündeln die Universität Bern und die ETH Zürich ihre Kräfte, um Hitze, Dürre und andere Wetterextreme besser zu verstehen.
Ein nationaler Forschungsschwerpunkt zum Klima
Der neue Forschungsschwerpunkt trägt den Namen CLIM+ und widmet sich den Klima- und Wetterextremen. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Strategien zu entwickeln, mit denen sich die Schweiz wirksam an die Folgen des Klimawandels anpassen kann.
Geleitet wird das Vorhaben gemeinsam von zwei Hochschulen. An der Universität Bern übernimmt Professorin Karin Ingold eine leitende Rolle, an der ETH Zürich ist Professorin Sonia Seneviratne vom Institut für Atmosphäre und Klima mitverantwortlich.
Extreme im Fokus

Im Zentrum der Arbeit stehen jene Ereignisse, die in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen haben. Dazu zählen Hitzewellen und Dürren ebenso wie Starkniederschläge, Überschwemmungen und Waldbrände, die Mensch und Umwelt stark belasten können.
Der Forschungsschwerpunkt will nicht nur beschreiben, wie sich diese Extreme entwickeln. Er soll vor allem aufzeigen, wie sich Gesellschaft und Behörden konkret darauf vorbereiten und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber solchen Ereignissen erhöhen können.
Millionenbeträge für die Forschung
Finanziell ist das Programm breit abgestützt. Der Bund unterstützt den Forschungsschwerpunkt in der ersten Phase mit 16,88 Millionen Franken, während sich das Gesamtbudget inklusive der Beiträge der beteiligten Institutionen auf 32,55 Millionen Franken beläuft.
Die erste Betriebsphase ist auf mehrere Jahre angelegt und läuft von 2026 bis 2029. Nationale Forschungsschwerpunkte sind in der Schweiz darauf ausgerichtet, über einen längeren Zeitraum stabile Strukturen für anspruchsvolle Forschungsfragen aufzubauen.
Von der Wissenschaft in die Praxis
Ein wichtiges Ziel ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums mit dem Namen CERESS, das Forschungsprojekte im ganzen Land unterstützen soll. Zudem sollen praxisnahe Lösungen entstehen und der Zugang zu Klimadaten für die Forschung verbessert werden.
Damit die Ergebnisse nicht in der Theorie stecken bleiben, setzt das Programm auf sogenannte Living Labs. In diesen realen Versuchsräumen arbeiten Fachleute aus Natur- und Sozialwissenschaften eng mit Behörden, Gesellschaft und Wirtschaft zusammen.
Konkrete Fragen aus dem Alltag
Wie praxisnah die Forschung gedacht ist, zeigt eine Frage, die Professorin Ingold hervorhebt. Sie lautet: Was bedeutet extreme Hitze für den Bau und die Kühlung von Spitälern? Solche Überlegungen betreffen den Alltag vieler Menschen unmittelbar.
Gerade dieser Bezug zur Praxis soll den Forschungsschwerpunkt von rein theoretischen Arbeiten abheben. Erkenntnisse zu Hitze, Wasser oder Infrastruktur können direkt in Planung, Bau und Vorsorge einfliessen und so einen konkreten Nutzen stiften.
Warum das für die Schweiz zählt
Der neue Forschungsschwerpunkt reiht sich in die wachsenden Bemühungen ein, die Schweiz auf ein Klima mit mehr Extremen vorzubereiten. Indem Wissen aus verschiedenen Disziplinen zusammenkommt, sollen Anpassungen früher und gezielter möglich werden.
Mit CLIM+ entsteht damit eine zentrale Anlaufstelle für die Erforschung von Wetterextremen in der Schweiz. Ob die gesteckten Ziele erreicht werden, dürfte sich in den kommenden Jahren zeigen, wenn die ersten Projekte und Ergebnisse vorliegen.
Starke Berichterstattung zu Wetterextreme.
Gut gesagt.
Ganz meine Meinung.

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