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Schweizer Weltraumforschung: Bern begleitet 2026 gleich mehrere grosse Missionen

Leon Schmidt Leon Schmidt leonschmidt.avalw.com · 147 reads Respect0 Save Share Read only
READS630live count PUBLISHED6 Sept2026 READING TIME2 min484 words LANGUAGEGerman
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Von der Asteroidensonde Hera über BepiColombo am Merkur bis zum Exoplanetenteleskop Plato: 2026 stehen mehrere internationale Weltraummissionen an, an denen die Universität Bern und weitere Schweizer Institutionen massgeblich beteiligt sind.

Für die Schweizer Weltraumforschung wird das Jahr 2026 zu einem der ereignisreichsten seit Langem. In den kommenden Monaten stehen gleich mehrere internationale Missionen an, an denen Forschende aus der Schweiz massgeblich beteiligt sind.

Besonders die Universität Bern spielt bei diesen Vorhaben eine tragende Rolle. Von der Erkundung eines Asteroiden über eine Sonde am Merkur bis zur Suche nach fernen Planeten reicht die Bandbreite der Projekte, die den Herbst und Winter prägen werden.

Hera besucht den Asteroiden Dimorphos

Ein Höhepunkt ist die Mission Hera der europäischen Weltraumorganisation Esa. Die Raumsonde soll im November 2026 ihr Ziel erreichen, den kleinen Asteroiden Dimorphos, der bereits vor einigen Jahren für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Hera untersucht die Folgen des Einschlags der Nasa-Sonde Dart aus dem Jahr 2023, die gezielt in Dimorphos gelenkt wurde. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich Asteroiden bei Bedarf von ihrer Bahn ablenken lassen. Auch die Universität Bern ist an Hera beteiligt.

BepiColombo erreicht den Merkur

Die aktuellen Missionen führen die Schweizer Forschung bis in ferne Regionen des Sonnensystems.
Die aktuellen Missionen führen die Schweizer Forschung bis in ferne Regionen des Sonnensystems.

Fast zeitgleich steht ein weiterer Meilenstein bevor. Die europäisch-japanische Sonde BepiColombo soll im November 2026 in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenken, den innersten und am wenigsten erforschten Planeten unseres Sonnensystems.

Der Merkur gilt als schwierig zu erreichen, weil die Sonde auf ihrem langen Weg immer wieder abgebremst werden musste. Die Ankunft markiert deshalb den Beginn der eigentlichen wissenschaftlichen Arbeit rund um den kleinen Gesteinsplaneten.

Berner Instrumente an Bord

Bei BepiColombo ist die Schweizer Beteiligung besonders sichtbar. Unter Berner Leitung entstand das Massenspektrometer mit dem Namen Strofio, das die dünne Gashülle des Merkurs untersuchen soll, um Rückschlüsse auf seine Zusammensetzung zu ziehen.

Zudem war die Universität Bern für die Konzeption und den Bau des Laser-Höhenmessers Bela verantwortlich. Mit solchen Instrumenten wollen die Forschenden mehr über die Entstehung des Merkurs und damit über die Ursprünge des gesamten Sonnensystems erfahren.

Plato geht auf Exoplanetenjagd

Nach dem Blick auf die Nachbarplaneten richtet sich die Aufmerksamkeit auf ferne Welten. Gegen Ende 2026 soll das Weltraumteleskop Plato der Esa an Bord einer Ariane-Rakete starten und die Suche nach Planeten in anderen Sternsystemen aufnehmen.

Plato soll sogenannte Exoplaneten aufspüren und ihre Eigenschaften genauer analysieren. Die Universitäten Bern und Genf nehmen bei dieser Mission eine Schlüsselrolle ein und knüpfen damit an die lange Schweizer Tradition in der Exoplanetenforschung an.

Gaia und ein gewaltiger Datensatz

Auch die Vermessung unserer eigenen Galaxie kommt 2026 zu einem wichtigen Punkt. Für Dezember ist eine grosse Veröffentlichung von Daten der Esa-Mission Gaia geplant, die einen Umfang von mehr als 500 Terabyte erreichen soll.

Gaia hatte über mehr als ein Jahrzehnt hinweg die Positionen und Bewegungen von Sternen erfasst, bevor die Sonde 2025 abgeschaltet wurde. An der Auswertung dieser einzigartigen Daten ist die Universität Genf beteiligt.

Ein dichtes Weltraumjahr für die Schweiz

In der Summe zeigen die Projekte, wie breit die Schweizer Forschung im Weltraum aufgestellt ist. Sie reicht von der Planetenerkundung über die Asteroidenforschung bis zur Vermessung ferner Sterne und Galaxien, oft mit Instrumenten aus heimischer Entwicklung.

Für die beteiligten Universitäten und die Schweizer Raumfahrtbranche ist dieses dichte Programm eine seltene Gelegenheit. Die kommenden Monate dürften zeigen, welche neuen Erkenntnisse aus den zahlreichen Missionen tatsächlich gewonnen werden können.

5 responses
Laura Krüger4 days ago

Guter Kontext rund um Universität Bern.

4
Moritz Koch1 week ago

Solide Einschätzung zu Universität Bern.

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Laura Koch5 days ago

Wirklich nützlicher Beitrag über Universität Bern.

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Clara Fischer4 days ago

Absolut.

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Laura Hofmann4 days ago

Gut gesagt.

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Leon Schmidt 2026-09-06 · 2 min read · 630 reads
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