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Warum die Schweiz zu einem der weltweit führenden Zentren für bahnbrechende Technologie und junge Unternehmen geworden ist

Lukas Wolf Lukas Wolf lukaswolf.avalw.com · 558 reads Respect0 Save Share Read only
READS8live count PUBLISHED1 Oct2026 READING TIME3 min680 words LANGUAGEGerman
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Obwohl das Land vergleichsweise klein ist, hat sich die Schweiz in den letzten Jahren zu einer echten Weltmacht bei zukunftsweisenden Technologien entwickelt, denn nirgendwo sonst fließt ein so großer Teil des Risikokapitals in sogenannte Deep-Tech-Firmen, die von der Robotik bis zu völlig neuen Mat

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Wenn es um die großen Namen in der Welt der aufstrebenden Technologieunternehmen geht, denken die meisten Menschen wohl zuerst an das amerikanische Silicon Valley oder an die riesigen Metropolen Asiens. Dabei hat sich still und leise ein deutlich kleineres Land an die absolute Weltspitze gearbeitet, dessen beeindruckende Erfolge bei der Innovation eine genauere Betrachtung mehr als verdienen, nämlich die Schweiz.

Ein kleines Land mit großer Wirkung

Auf den ersten Blick mag es durchaus überraschend erscheinen, dass ausgerechnet ein so kleines Land wie die Schweiz in diesem anspruchsvollen Bereich eine so gewichtige Rolle spielen kann. Doch genau hier zeigt sich eine ihrer allergrößten Stärken, denn die Schweiz setzt seit jeher nicht auf schiere Masse, sondern vielmehr auf höchste Qualität, Präzision und eine wirklich außergewöhnliche Spitzenforschung.

Besonders stark ist das Land in einem überaus spannenden Feld, das Fachleute gemeinhin als Deep Tech bezeichnen. Darunter versteht man junge Unternehmen, die auf tiefgreifenden wissenschaftlichen und technischen Durchbrüchen aufbauen, etwa in der Robotik, in der Biotechnologie oder bei der Entwicklung von völlig neuartigen Werkstoffen für die Industrie von morgen.

Spitzenreiter beim Risikokapital

In den Laboren und Werkstätten des Landes entstehen zahlreiche junge Deep-Tech-Firmen, die von der Robotik bis zu neuen Werkstoffen reichen und immer mehr Risikokapital anziehen.
In den Laboren und Werkstätten des Landes entstehen zahlreiche junge Deep-Tech-Firmen, die von der Robotik bis zu neuen Werkstoffen reichen und immer mehr Risikokapital anziehen.

Ein aktueller und viel beachteter Bericht aus dem Jahr 2026 hat nun eindrucksvoll bestätigt, wie weit die Schweiz in diesem Bereich tatsächlich vorne liegt. Demnach fließen beachtliche 63 Prozent des gesamten Risikokapitals im Land in Deep-Tech-Firmen, was weltweit der mit Abstand höchste Anteil überhaupt ist und damit sogar Länder wie China und die Vereinigten Staaten übertrifft.

Noch deutlicher wird die führende Rolle der Schweiz, wenn man die gesamten Investitionen auf die Einwohnerzahl umrechnet. Mit rund 1470 Dollar pro Kopf investiert kein anderes europäisches Land so viel Geld in diese zukunftsweisenden Technologien, womit sich die Schweiz gemeinsam mit Israel und den Vereinigten Staaten an die absolute Weltspitze setzt.

Die Kraft der Hochschulen

Das eigentliche Herzstück dieses bemerkenswerten Erfolgs bilden die beiden weltberühmten technischen Hochschulen des Landes, die ETH in Zürich und die EPFL in Lausanne. Sie gelten heute als die führenden Universitäten in ganz Europa, wenn es darum geht, aus herausragender Forschung erfolgreiche neue Unternehmen entstehen zu lassen, die man im Fachjargon als Spin-offs bezeichnet.

Die nüchternen Zahlen hinter diesem Erfolg sprechen eine ausgesprochen deutliche Sprache, denn aus diesen Hochschulen sind bereits Hunderte von durch Investoren finanzierten Firmen hervorgegangen. Darunter befinden sich mittlerweile auch mehrere sogenannte Einhörner, also besonders wertvolle junge Unternehmen, deren gemeinsamer Wert sich auf viele Milliarden Dollar summiert.

Rekordsummen für Zukunftstechnologien

Auch die schiere Menge des Geldes, das in diesen Bereich fließt, ist in den vergangenen Jahren geradezu explodiert und hat zuletzt immer neue Höchststände erreicht. Allein im Jahr 2025 wurde ein Rekordwert von etwa 2,6 Milliarden Dollar in Schweizer Deep-Tech-Firmen investiert, was gegenüber dem Jahr 2015 ungefähr einer Verfünffachung der gesamten Summen entspricht.

Hinter diesem großen Erfolg verbirgt sich allerdings auch eine gewisse Abhängigkeit vom Ausland, die man keinesfalls übersehen sollte. Bei den ganz großen Finanzierungsrunden stammen nämlich rund 88 Prozent des Kapitals von ausländischen Investoren, während die heimischen Geldgeber in dieser besonders entscheidenden Phase nur einen vergleichsweise kleinen Teil beisteuern.

Roboter und intelligente Maschinen

Besonders dynamisch entwickeln sich derzeit zwei eng miteinander verbundene Bereiche, die gemeinhin als die wichtigen Technologien der Zukunft gelten. So baut inzwischen jedes vierte neu gegründete Unternehmen in erster Linie auf künstlicher Intelligenz und dem maschinellen Lernen auf, einem Feld, das die gesamte Arbeitswelt in einem rasanten Tempo grundlegend verändert.

Noch eindrücklicher ist jedoch der rasante Aufstieg der Robotik, in der die Schweiz eine geradezu außergewöhnliche Stellung einnimmt. Gemessen an der Einwohnerzahl wurden hier seit dem Jahr 2020 rund dreieinhalb Mal so viele durch Investoren finanzierte Robotikfirmen gegründet wie in den Vereinigten Staaten, was die enorme Innovationskraft des Landes eindrucksvoll unterstreicht.

Herausforderungen und Chancen

Trotz all dieser überaus positiven Entwicklungen steht die Schweiz natürlich auch vor einigen durchaus wichtigen Herausforderungen, die es in den kommenden Jahren noch zu bewältigen gilt. Eine der größten Aufgaben besteht sicherlich darin, deutlich mehr heimisches Kapital für die späten und besonders kostspieligen Wachstumsphasen der jungen Unternehmen zu gewinnen.

Gelingt es dem Land, diese verbleibende Lücke in Zukunft weiter zu schließen, so stehen die Chancen ausgesprochen gut, dass die Schweiz ihre führende Rolle noch viele Jahre lang behaupten wird. Für Gründerinnen und Gründer, für Forschende und für Investoren aus aller Welt bleibt das kleine Land im Herzen Europas damit einer der spannendsten Standorte überhaupt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Anteil des Risikokapitals, der in der Schweiz in Deep-Tech-Firmen fließt?

Laut einem Bericht aus dem Jahr 2026 investieren Schweizer Investoren 63 Prozent ihres gesamten Risikokapitals in Deep-Tech-Unternehmen. Dieser Anteil ist weltweit der höchste und übertrifft damit auch die Werte von China und den Vereinigten Staaten.

Welche Rolle spielen die ETH Zürich und die EPFL Lausanne für den Schweizer Tech-Erfolg?

Die beiden Hochschulen gelten als die führenden Universitäten Europas bei der Gründung von Spin-offs aus der Forschung. Aus ihnen sind bereits hunderte von investorenfinanzierten Firmen hervorgegangen, darunter mehrere Einhörner mit einem gemeinsamen Wert von vielen Milliarden Dollar.

Wie viel Geld wurde im Jahr 2025 in Schweizer Deep-Tech-Firmen investiert?

Im Jahr 2025 flossen etwa 2,6 Milliarden Dollar in Schweizer Deep-Tech-Unternehmen. Dies entspricht einer Verfünffachung der Investitionssummen im Vergleich zum Jahr 2015.

Woher stammt das Kapital für die großen Finanzierungsrunden in der Schweiz?

Rund 88 Prozent des Kapitals für die großen Finanzierungsrunden stammen von ausländischen Investoren. Die heimischen Geldgeber steuern in dieser entscheidenden Wachstumsphase nur einen vergleichsweise kleinen Teil bei.

Wie positioniert sich die Schweiz im Bereich der Robotik im Vergleich zu den USA?

Gemessen an der Einwohnerzahl wurden in der Schweiz seit 2020 rund dreieinhalb Mal so viele investorenfinanzierte Robotikfirmen gegründet wie in den Vereinigten Staaten. Dies unterstreicht die außergewöhnliche Innovationskraft des Landes in diesem Sektor.

Welche Herausforderung muss die Schweiz in Bezug auf die Finanzierung junger Unternehmen meistern?

Eine der größten Aufgaben besteht darin, deutlich mehr heimisches Kapital für die späten und kostspieligen Wachstumsphasen der Unternehmen zu gewinnen. Gelingt es, diese Lücke zu schließen, stehen die Chancen gut, dass die Schweiz ihre führende Rolle langfristig behaupten kann.

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