Nur noch ein dünnes Eisband hält Österreichs größten Gletscher, die Pasterze, zusammen. Wir werfen einen Blick auf die alarmierenden Messwerte am Fuß des Großglockners und darauf, was der Rückzug des Eises für die Alpen bedeutet.
Österreichs größter Gletscher, die Pasterze, befindet sich in einem äußerst besorgniserregenden Zustand. Nach Angaben aus der jüngsten Berichterstattung hängt das mächtige Eis buchstäblich am seidenen Faden, was die Aufmerksamkeit weit über die Grenzen der Alpen hinaus auf sich zieht und die Folgen des Klimawandels besonders eindrücklich vor Augen führt.
Die Pasterze liegt am Fuß des Großglockners, des höchsten Berges Österreichs, und gehört zum Nationalpark Hohe Tauern. Seit Generationen gilt sie als ein Wahrzeichen der Alpen und als Sinnbild für die gewaltige, aber zugleich verletzliche Natur des Hochgebirges. Umso alarmierender sind die aktuellen Entwicklungen rund um dieses beeindruckende Naturwunder.
Nur noch ein dünnes Eisband

Das Herzstück der aktuellen Sorge ist eine entscheidende Verbindung im Eis. Laut Bericht verbindet nur noch ein dünnes Eisband die 3,9 Kilometer lange Gletscherzunge am Fuß des Großglockners mit dem nährenden Gletschereis weiter oben. Genau diese schmale Brücke aus Eis droht nun in absehbarer Zeit zu zerbrechen.
Die Fachleute sind sich der drohenden Gefahr durchaus bewusst. Laut Bericht könnte die Eisverbindung bei entsprechender Witterung bereits in den nächsten Monaten abreißen. Bestätigt wird diese Einschätzung vom Gletschermessdienst des Alpenvereins, vom Nationalpark Hohe Tauern sowie von der GeoSphere Austria, die die Entwicklung sehr genau beobachten.
Zahlen, die alarmieren
Wie dramatisch der Rückgang tatsächlich ist, zeigen die nüchternen Messwerte besonders deutlich. Laut Bericht sank die Gletscherzunge allein in den Jahren 2024 bis 2025 um 7,3 Meter ein. Ein solcher Wert verdeutlicht, wie rasch das Eis an Substanz verliert und wie sehr sich das Gesicht des Gletschers in kurzer Zeit verändert.
Auch die entscheidende Eisverbindung wird von Jahr zu Jahr schmaler. Laut Bericht war sie im sogenannten Hufeisenbruch im August 2025 nur noch rund 120 Meter breit. Zum Vergleich, im Jahr 2020 hatte dieselbe Verbindung noch eine Breite von etwa 230 Metern, was den raschen Schwund des Eises besonders anschaulich macht.
Ein Gletscher im Rückzug
Der aktuelle Zustand kommt keineswegs über Nacht. Nach dem, was berichtet wird, hat sich die Pasterze bereits seit den 1980er Jahren tiefgreifend verändert, bedingt durch einen anhaltend raschen Rückgang des Gletschers. Was heute sichtbar wird, ist somit das Ergebnis einer langen und stetig fortschreitenden Entwicklung.
Als treibende Kraft hinter diesem Wandel gilt die Erderwärmung. Nach dem, was berichtet wird, sind die mittleren Jahrestemperaturen in den Alpen deutlich gestiegen, insbesondere im Verlauf der letzten rund zwanzig Jahre. Für die empfindlichen Gletscher der gesamten Region hat diese Entwicklung spürbare und weitreichende Folgen.
Wo das Eis weicht
Dort, wo sich das Eis zurückzieht, verändert sich die Landschaft von Grund auf. Nach dem, was berichtet wird, entstehen neue Gewässer wie der Pasterzensee, wo zuvor über lange Zeit fast ausschließlich Eis und Schnee zu finden waren. Die einst starre Gletscherwelt weicht so nach und nach einer neuen und beweglicheren Umgebung.
Mit dem Rückzug des Eises kehrt zugleich neues Leben in diese Gebiete zurück. Nach dem, was berichtet wird, besiedeln Pflanzen die Schutthänge, und es entwickeln sich junge Lärchenwälder. Diese sichtbare Dynamik gilt als eine natürliche Entwicklung, die der Nationalpark ganz bewusst zulässt und aufmerksam begleitet.
Doch der Wandel bringt nicht nur neues Grün, sondern auch neue Risiken mit sich. Nach dem, was berichtet wird, kann das Auftauen des Permafrosts dazu führen, dass zuvor fest gefrorene Felsblöcke plötzlich instabil werden. Damit verändert der Klimawandel auch die Sicherheit im hochalpinen Gelände auf spürbare Weise.
Ein Mahnmal des Klimawandels
So ist die Pasterze längst zu weit mehr geworden als nur zu einem gewöhnlichen Gletscher. Sie hat sich zu einem sichtbaren Mahnmal des Klimawandels in den Alpen entwickelt, an dem sich die Veränderungen der Umwelt geradezu ablesen lassen. Kaum ein anderer Ort führt die Folgen der Erwärmung so unmittelbar und greifbar vor Augen.
Ob das dünne Eisband die kommenden Monate übersteht oder tatsächlich zerbricht, wird sich erst zeigen. Unabhängig davon steht die Pasterze sinnbildlich für eine sich erwärmende Welt und für die Zerbrechlichkeit einer einzigartigen Naturlandschaft. Es ist eine Entwicklung, die man in den nächsten Jahren aufmerksam weiterverfolgen sollte.
Schöner tiefer Blick auf Gletscher.
Verfolge Gletscher und das hilft.
Gut gesagt.
Gut gesagt.
